Wirtschaftsrunde März 2019

 Wirtschaftsrunde mit dem türkischen Industrie- und Technologieminister Mustafak Varank zum Thema “Digitalisierung als Chance für die Berufsausbildung” 

Die Deutsch-Türkische Industrie- und Handelskammer (AHK Türkei) hat am 06. März 2019 ihr drittes Büro in Ankara eröffnet. Direkt im Anschluss der Eröffnung wurde eine Wirtschaftsrunde zum Thema “Digitalisierung als Chance für die Berufsausbildung” veranstaltet.

Das Programm hat mir der Eröffnungsrede von Dr. Markus C. Slevogt, Präsident AHK Türkei, begonnen. In seiner Rede führte er aus, dass Ausbildung insbesondere im Hinblick auf Innovation und technologische Weiterentwicklung gefördert werden müsse. Die AHK Türkei könne bei der Übertragung des deutschen Systems der dualen Ausbildung auf die Türkei sowie beim diesbezüglichen Informations- und Erfahrungsaustausch eine Schlüsselrolle übernehmen. 

Nach der Eröffnungsrede übernahm Dr. Martin Wansleben, Geschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), das Wort und ging in seiner Rede auf die deutsch-türkischen Beziehungen ein, die nach seinen Worten in den vergangenen Jahren ihre Nähe und Vielseitigkeit bewahrt haben. Beide Seiten seien sich der Bedeutung wirtschaftlicher Partnerschaften bewusst und fest entschlossen, gegenwärtige Schwierigkeiten wie z.B. Handelshemmnisse zu überwinden. Es gebe ein großes Potenzial zur Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Türkei und Deutschland und dieses Potenzial sei nicht allein auf die Förderung der Berufsausbildung beschränkt. 

Der nächste Referent, Gürsel Baran, Präsident des TOBB Handelskammerrates, ging in seiner Rede auf die Bedeutung Deutschlands als Handelspartner für die Türkei ein. Außerdem legte er dar, dass die sich Summe der deutschen Direktinvestitionen in der Türkei im Zeitraum 2002-2018 auf nahezu 9 Mrd. Euro beliefen und die der türkischen Direktinvestitionen in Deutschland auf etwa 2 Mrd. Euro.

Mustafa Varank, Minister für Industrie und Technologie, machte in seiner Rede deutlich, dass die Eröffnung des AHK Türkei Ankara Büros das Potenzial in sich trägt,  unsere bestehenden Wirtschaftsbeziehungen auf eine neue Ebene  zu heben und eine noch intensivere Kooperation zu erreichen. Zu den spannendsten Themen gehören die Schritte, die auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz unternommen werden. Die Praktiken und Erfahrungen Deutschlands auf dem Gebiet der beruflichen Ausbildung seien eine Referenzquelle, auf die die Türkei zurückgreifen sollte.

Abgerundet wurde die Wirtschaftsrunde mit drei Best Practice Beispielen zum Thema Berufsausbildung. Osman Türüdü, CEO Festo, Mikael Jacobsson, Gründungspartner EONReality und Nurettin Özdebir, Präsident Industriekammer Ankara legten ihre Erfahrungen und Herausforderungen im Gebiet der Berufsausbildung dar.

Nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung  wurde ein Cocktail für rund 200 Gäste und Referenten organisiert, um die Möglichkeit eines direkten Austausches zu gewährleisten.