| Istanbul
 
 

EU-Projekt - Bridges of knowledge

Ein EU-Projekt über die Rolle der Industrie bei der Aus- und Weiterbildung.

 

VET and Social Dialogue: Role and Contribution of the Organised Industry to Vocational Training for Competitiveness of the Turkish Economy

Aus- und Weiterbildung -

 

Dieses Projekt hat das Ziel, ein Informationsnetz bezüglich der Aus- und Weiterbildung zu gründen und den Beitrag der Industrie im Weiterbildungsmarkt zu gewährleisten, um die Konkurenzfähigkeit der Arbeitgeber und die Qualifizierung der Arbeitnehmer zu stärken.



EU-Projekt - Bridges of knowledge

Die Türkei hat sich in den vergangenen Jahren zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort entwickelt. Dennoch bedarf es weiterer Maßnahmen zur Verbesserung der Bedingungen. Auf die Herausforderungen des Marktes muss permanent reagiert werden. Einer der Kernpunkte ist dabei die Ausbildung von qualifiziertem Personal.

 

Im Rahmen des EU-Projektes “Bridges of Knowlegde”, das die Kammer im Auftrag der EU durchführt, soll ein Informationsnetz zwischen deutschen und türkischen Aus- und Weiterbildern aufgebaut werden. Insbesondere soll der Beitrag von Industrie und Handwerk zur beruflichen Aus- und Weiterbildung gewährleistet werden, um die Konkurrenzfähigkeit der Arbeitgeber und die Qualifizierung der Arbeitnehmer zu stärken.

 

Am 22. und 23. Februar 2007 haben sich dazu in der Handelskammer Istanbul

(ITO) zahlreiche Vertreter der Wirtschaft erstmalig zu einer Kick-off-Veranstaltung getroffen. Auf Einladung der Deutsch-Türkischen IHK (AHK) in Istanbul und des ZDH ( Zentraler Dachverband des Handwerks) kamen Unternehmer, Bildungsdienstleister, Gewerkschaften und Arbeitnehmervertretungen, sowie die Kammern für Industrie, Handel, Handwerk und Gewerbe aus Deutschland und der Türkei zusammen, um die gegenwärtige Situation in der beruflichen Bildung in der Türkei zu beleuchten und Netzwerke zur beruflichen Ausbildung und Qualifikation zu etablieren.

 

Im Focus deutscher und türkischer Interessengruppen stand das Angebot einer marktorientierten Ausbildung, die die Beschäftigungsfähigkeit der Arbeitnehmer und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verbessern soll. Sorgfältig entwickelte Strategien und Geschäftspläne für Verbund- und überbetriebliche Ausbildung in öffentlich-privater Partnerschaft wollten erarbeitet werden, damit langfristig einer breiten Basis junger Türken/innen ein nachfrageorientiertes Ausbildungsangebot gewährleistet werden kann.

 

Die Vorstellung der Ergebnisse einer Umfrage, die die AHK Istanbul im Frühjahr 2006 durchgeführt hatte, eröffnete den Teilnehmern die Möglichkeit, in verschiedenen Arbeitsgruppen Erfahrungen aus einzelnen Branchen zu präsentieren, Praktiken zu diskutieren und Geschäftsentwürfe für Verbundausbildung und überbetriebliche Ausbildungszentren zu entwickeln. Workshops brachten die veschiedenen Interessengruppen und Sozialpartner zusammen.

 

Durch die offene Diskussion wurde schnell klar, dass der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften durch mehr Konformität bei der Umsetzung von Ausbildungsmodellen beseitigt werden müsse. Nur durch einheitliche Vorgaben über die Eignung der Betriebe, der Ausbilder, der Ausstattung und der Ausbildungsprogramme sei eine landesweit einheitliche Überprüfung und entsprechende Zertifizierung möglich. So will sich auch Suat Yalkın, Präsident der Vereinigung türkischer Handwerkskammern, verstärkt für eine Novellierung der entsprechenden Gesetze einsetzen.

 

Auf Seite der deutschen Teilnehmer besteht reges Interesse an einer Zusammenarbeit. Deutschland habe gegenüber der Türkei als ‘priviligierter Partner’ mehr Verantwortung zu tragen, so Klaus Feuler  von der Handwerkskammer Dortmund.

 

Übereinstimmend sahen alle Teilnehmer das Konzept bzw. das Zusammenführen der Partner über das EU-Projekt ‘Bridges of Knowledge’ als vielversprechenden Ausgangspunkt. Es sei eine einmalige Chance der bilateralen Zusammenarbeit.

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