Entwurf einer Durchführungsverordnung (DV Nr.: 2018-32/51) zur Änderung einer Durchführungsverordnung (DV Nr. 2008-32/34) zu Beschluss Nr. 32 zum Schutz des Wertes der türkischen Währung

08.10.18 AHK Türkei - News-Hauptkategorie, Global AHK News

MITTEILUNG


Das Finanz- und Schatzministerium veröffentlichte am 06.10.2018 im Amtsblatt Nr. 30557 die Durchführungsverordnung zur Änderung einer Durchführungsverordnung (DV Nr. 2008-32/34) zum Beschluss Nr. 32 „Schutz des Wertes der türkischen Währung“.

Für die Übersetzung der Durchführungsverordnung, klicken Sie bitte hier.

Im Prinzip regelt diese Durchführungsverordnung, a) welche Verträge in Türkische Lira ausgestellt werden müssen; b) welche Verträge in Devisen oder auf Devisen indiziert vereinbart werden können; und c) wie die Konvertierung des Vertragswerts stattfinden soll.

  • Folgende Verträge, welche zwischen zwei in der Türkei ansässigen Parteien geschlossen werden, müssen in der landesüblichen Währung denominiert werden:
  • Kauf- und Mietverträge von Immobilien;
  • Kauf- und Mietverträge von Fahrzeugen;
  • Arbeitsverträge (mit einigen Ausnahmen);
  • Dienstleistungsverträge (einschließlich mit einigen Ausnahmen Beratungs-, Vermittlungs- und Transportverträge);
  • Werkverträge (mit einigen Ausnahmen).

In der Durchführungsverordnung werden allerdings zahlreiche Ausnahmeregelungen zur oben erwähnten TL Konvertierung vorgesehen, so z.B. Arbeitsverträge zwischen einem in der Türkei ansässigem Arbeitgeber und einem in der Türkei ansässigem, aber Nicht-Türkischen Staatsangehörigen. Des Weiteren ist es den nachfolgend genannten Wirtschaftseinheiten gestattet, bei Arbeits- und Dienstleistungsverträgen, den Vertragswert und sonstige aus den Verträgen herrührende Zahlungsverpflichtungen in Fremdwährungen oder auf Fremdwährungen indiziert zu vereinbaren: Zweigstellen, Vertretungen, Büros und Verbindungsbüros in der Türkei von Personen, die im Ausland ansässig sind; oder Unternehmen, an denen im Ausland ansässige Personen direkt oder indirekt mit fünfzig Prozent oder mehr der Anteile halten; oder Unternehmen im Ausland ansässiger Personen in Freihandelszonen, die diese Verträge im Rahmen ihrer Tätigkeiten in der Freihandelszone abschließen.

Verträge, welche in Devisen vereinbart oder an Devisen gebunden sind, müssen bis spätestens zum 13.10.2018 in Türkische Lira umgeschrieben werden.

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